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Tag: Bob Dylan

Burkhard Spinnen vs. Jack Kerouac. Oder: Tage der deutschsprachigen Literatur 2013 – Die Jury in der Einzelkritik – Teil 3

Kerouac verpasst Spinnen einen langen Haken mit Rechts (Collage unter Verwendung eines Filmstills aus Martin Scorcece, "Raging Bull")

Kerouac verpasst Spinnen einen langen Haken mit der Rechten (Collage unter Verwendung eines Filmstills aus Martin Scorsese, „Raging Bull“/ © 2013 Konrad Geyer)

Burkhard Spinnen (hat Zé do Rock und Nadine Kegele eingeladen):

Zu keinem Jurymitglied ist mir vergangenes Jahr so wenig eingefallen, wie zu ihm. Dabei führte Spinnen damals eine interessante Diskussion. Im Zusammenhang mit Leopold Federmairs Aki sagte er, Jack Kerouac würde immer nur behaupten, irre Typen würden irre Sachen machen, aber nie beschreiben, was genau sie tun. „Wir lagen auf dem Bett und redeten über alles Mögliche“ nannte er als Beispiel und erntete dafür reichlich Gelächter. Den Rest des Beitrags lesen »

Über Aufmerksamkeitsökonomie – Wenn einer nicht besonders gerne liest …

“Setzten wir, dass man vom 5000. Tag an leidlich mit Verstand zu lesen fähig sei; dann hätte man, bei einem green old age von 20000, demnach rund 15000 Lesetage zur Verfügung. […] Ich möchte es noch heilsam-schroffer formulieren: Sie haben einfach keine Zeit, Kitsch, oder auch nur Durchschnittliches zu lesen: Sie schaffen in Ihrem Leben nicht einmal sämtliche Bände der Hochliteratur!” 

(Arno Schmidt: Trommler beim Zaren. 190 f.)

Einen Augenblick nachdem ich über dieses Zitat gestolpert bin, war ich drauf und dran, Arno Schmidt zu meinem Säulenheiligen zu erklären. Einen Haken bei den AGB’s hatte ich schon gemacht. Ich musste nur noch auf „Absenden“ klicken. Im letzten Augenblick habe ich die Notbremse gezogen. Etwas fühlte sich nicht ganz rund an dabei: Den Rest des Beitrags lesen »