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Monat: August, 2013

Burkhard Spinnen vs. Jack Kerouac. Oder: Tage der deutschsprachigen Literatur 2013 – Die Jury in der Einzelkritik – Teil 3

Kerouac verpasst Spinnen einen langen Haken mit Rechts (Collage unter Verwendung eines Filmstills aus Martin Scorcece, "Raging Bull")

Kerouac verpasst Spinnen einen langen Haken mit der Rechten (Collage unter Verwendung eines Filmstills aus Martin Scorsese, „Raging Bull“/ © 2013 Konrad Geyer)

Burkhard Spinnen (hat Zé do Rock und Nadine Kegele eingeladen):

Zu keinem Jurymitglied ist mir vergangenes Jahr so wenig eingefallen, wie zu ihm. Dabei führte Spinnen damals eine interessante Diskussion. Im Zusammenhang mit Leopold Federmairs Aki sagte er, Jack Kerouac würde immer nur behaupten, irre Typen würden irre Sachen machen, aber nie beschreiben, was genau sie tun. „Wir lagen auf dem Bett und redeten über alles Mögliche“ nannte er als Beispiel und erntete dafür reichlich Gelächter. Den Rest des Beitrags lesen »

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Tage der deutschsprachigen Literatur 2013 – Die Jury in der Einzelkritik – Teil 2

Zwischen Paul Jandl und Meike Feßmann sitzt eigentlich der altehrwürdige Jurypräsident Burkhard Spinnen, aber bevor ich mich um den kümmere, muss ich noch mal Luft holen. Zuerst also Feßmann: Den Rest des Beitrags lesen »

Tage der deutschsprachigen Literatur 2013 – Die Jury in der Einzelkritik – Teil 1

Riff

Auch im zweiten Jahr meines Blogs wollte ich die Klagenfurter Jury einer Einzelkritik unterziehen. Aber dann schleppte Hamid mir wenige Tage vor dem Startschuss einen Frankfurter Versicherungsbroker in der Sinnkrise an. Auf der Suche nach einer intelligenten Reisebegleitung, die seiner Muttersprache mächtig war, hatte er sich an einen von Hamids Großcousins gewandt. Er war denkbar unsympathisch, aber er zahlte gut. Die elf Tage an seiner Seite riefen mir in Erinnerung, wie anstrengend Gesellschaft sein kann. Ich kam aber auch in den Genuss eines Geländewagentrips ins Herz der Sahara. Ich durfte in diversen Hotels nächtigen und Restaurants speisen, die ich mir sonst nie hätte leisten können. Und ich kann meinem Wüstenschreibcamp einige Bonusmonate anhängen.

Die Filmchen aus Klagenfurt konnte ich jedoch nur zwischen Tür und Angel schauen, und wenn der Herr Versicherungsbroker plötzlich in meinem Rücken stand, musste ich mir einiges anhören: Verschwendung von Lebenszeit und Steuergeldern; null Relevanz; dieser ganze verklemmte Literatur-Verein sollte einen Ausflug in eine Swinger-Therme nach Budapest machen, zu der er gute Beziehungen unterhält … Deshalb musste ich das Ende der Reise abwarten, den Kölnisch-Wasser-Duft aus meinen Kleidern waschen, mich gründlich ausruhen und dann eine zweitägige Session im Internetcafe einlegen. Aber jetzt bin ich so weit. Wieder frei nach Huck Finns “ain’t […] no better book than what your face is”. Heuer von Rechts nach Links. Los geht es mit dem Neuzugang … Den Rest des Beitrags lesen »